News und interessante Artikel

Unsere Auswahl an Artikeln über die Situation in Südafrika

South Africa: Broken and unequal education perpetuating poverty and inequality 

Amnesty International

Dieser Artikel beschreibt den Zustand der Bildung in Südafrika und wie das System die Ungleichheit und Armut fortführt.

Unequal Scenes: South Africa

Unequal Scenes zeigt die “Narben” im Stadtbild Kapstadts –  mit einer Drohne aufgenommene Fotoserie.

Nick Spaull. Equity: A price too high to pay?

Spaull, N. (2019). Equity: A price too high to pay? Framing chapter in Spaull, N & Jansen, J (eds) ‘South African Schooling: The Enigma of Inequality‘ Springer. (Erratum)

BBC: Project 17  “I was told to clean my own toilets at school”

Ist Teil einer Serie des BBC World Service, die in Zusammenarbeit mit der Open University produziert wurde.  17-Jährige zeigen die Fortschritte Südafrikas bei der Erreichung der 17 Ziele der UN. 

Geschichten

Dominic Duval

Freund von Sawabona Afrika

Ich bin ein Humanist, besessen von den Wundern der Natur und in den letzten Jahren wurde ich ein Aktivist zur Rettung unseres Planeten. Unsere Natur braucht Raum zum Atmen, Verlangsamung des Konsums, um ihr wieder Zeit zu geben, ihre Lungen aufzufüllen.

Ich bin stolz ein Freund von Zilla zu sein,  der Gründerin, die einen Weg zurück zu unseren afrikanischen Wurzeln gefunden hat.

Ich habe das Leben auf vielen Ebenen kennengelernt – von der Finanzwelt, über Marketing, IT Public Relations, bis hin zu Sportlizenzen und der Fußball-WM-Bewerbung in SA für 2006. Danach habe ich mich beruflich verändert und mit der NPO-Welt beschäftigt. Straßenkinder, missbrauchte Kinder, HIV/AIDS, und Bildungsprogramme. Durch etwas, das man nur als Geschenk des Himmels bezeichnen kann, lernte ich Sr. Ellen kennen, die Mutter Oberin der Nardini-Schwestern in Nkandla (Kwa-Zulu Natal), eine ausgebildete Ärztin und Gründerin des Sizanani Outreach Programms. Schließlich zog ich nach Nkandla, um mit 14 Nonnen in ihrem Kloster zu leben, für 4 Jahre. Ich ging, um bei dem Programm zu helfen. Nkandla hat die höhsten Werte für HIV/AIDS, Tuburkulose, Arbeitslosigkeit, Teenager-Schwangerschaften in Südafrika. Es ist auch das Land, aus dem unser ehemaliger Präsident Zuma stammt. Doch irgendwie haben die Medien diese Realität übersehen.

Danach nahm mein Leben wieder eine Wendung und ich landete als  Projektmanager bei der größten Geschäftsbank ABSA und später arbeitete ich für Sonderprojekte in den 12 Regionen von Barclays Africa.

Und dann der Busch, die Natur, die Tierwelt, die Ökologie, die Geographie und die Fotografie. Der Tanz zwischen Licht und Dunkelheit. Ein Aktivist zur Rettung des Planeten.

Ich bin so gesegnet, ein Teil dieser  Initiative sein zu dürfen. Sawabona Africa!

Nicky

Erster Bright Start Absolventin

Ich kam mit 6 Jahren zu Bright Start. Damals war ich mir gar nicht bewusst, welche Bedeutung die Entscheidung zu Bright Start zu gehen hatte. Nun ist mir klar, dass es meinen Eltern und ihrem Engagement für meine Bildung zu verdanken war, dass mir ein Platz in dem Programm angeboten wurde. Und das mein Talent schon frühzeitig gefördert wurde. Ich habe mein ganzes Leben lang in Imizamo Yethu, einem Township in Hout Bay, gelebt. Meine Eltern sind beide Hausangestellte. Ihr Leben ist nicht immer einfach, aber sie haben mir immer das Beste gegeben, was sie konnten.

Der Einfluss von Bright Start und meine Sponsoren war erheblich – nicht nur in Bezug auf die Schule und meine Ausbildung, sondern auch auf meine persönliche Entwicklung. Sie haben mir geholfen, meine Stärken und Schwächen und alles dazwischen zu entdecken.

Ich besuchte die Kronendal-Vorschule in Hout Bay und wurde gleich in viele Aspekte des Schullebens einbezogen, das fand ich toll. Ich schnitt in Kronendal gut ab – gut genug, um mir einen Platz an der Deutschen Schule (DSK) in Klasse 5 zu sichern – und so begann eine erstaunliche und herausfordernde Reise. Plötzlich war ich in einer Schule, in der die Kultur, die Sprache und der Unterrichtsstil ungewohnt waren. Ich lernte schnell, Deutsch zu sprechen, aber die Integration und Anpassung waren eine größere Herausforderung, die Zeit und Entschlossenheit erforderte.

In der 11. Klasse wurde ich ausgewählt, die DSK auf einer Klassenfahrt nach Deutschland zu vertreten. Es war unglaublich aufregend, aber ich musste irgendwie das Geld für die Reise aufbringen. Ich wusste, ich muss um Hilfe bitten, um die Reise antreten zu können. Mit der Hilfe von Bright Start und der DSK richtete ich eine Crowdfunding-Seite ein und war sehr glücklich, dass genug Geld von der Deutschen und die Kapstädter Gemeinde zusammenkam, um meine Reise zu ermöglichen.

Es war eine wirklich lebensverändernde Erfahrung. Deutschland öffnete mir die Augen für eine Welt voller Chancen und Möglichkeiten, und es war definitiv ein Kulturschock. Ich entdeckte eine ganz andere Welt da draußen – eine, in der Townships wie unsere nicht existierten – und es gab mir den Ansporn, mich wirklich zu verbessern. Ich beschloss, nach der Schule an die Universität zu gehen und ein Fach zu studieren, das mir erlauben würde, mehr von der Welt zu erleben.

Und dann schlug Covid zu. Unsere Schule wurde geschlossen und wir mussten online lernen. Ohne Internetzugang konnte ich nicht teilnehmen. Wieder einmal bat ich um Hilfe. Bright Start unterstützte mich und fand einen Sponsor, der mich mit Daten versorgte, während meine Schule ihr eigenes Datenverteilungssystem einrichtete.

Als es darum ging, mich für die Universität zu bewerben, ohne die nötigen Ressourcen zu Hause, half Erin von Bright Start mir bei dem Bewerbungsprozess. Als ich schließlich meine Abschlussprüfungen ablegte, war ich in der glücklichen Lage, drei Angebote von namhaften Universitäten erhalten zu haben.

Hier bin ich nun und studiere einen BA in International Studies an der University of Stellenbosch und lege den Grundstein für eine unglaubliche und aufregende Zukunft. Ich habe große Träume und ich weiß noch nicht, wohin sie mich führt. Bright Start hat mir geholfen, meine Zukunft zu entdecken und zu gestalten. Mit ihrer Hilfe verwirkliche ich mein Ziel – erfolgreich zu sein, indem ich die Bildung erhalte, die ich brauche, um eine bessere Zukunft zu haben.

Ich bin meiner Familie, Bright Start, meinen Sponsoren und der DSK so dankbar, dass sie mir geholfen haben, soweit zu kommen.

Sharon Scudamore

Mitgründerin Bright Start

Sharon wuchs in Pretoria, Südafrika auf. Sie heirateten Geoff einen Engländer und verbrachte Sharon dreißig Jahre als Mutter von zwei Kindern, Kleinbäuerin und Geschäftsinhaberin in Großbritannien.

Nachdem ihre Kinder ihr Zuhause verlassen hatten, um weiter zu studieren, kehrte Sharon nach Südafrika zurück. Sie wollte “etwas bewegen” und für ihre älteren Eltern da sein. Seit ihrer Rückkehr nach Südafrika im Jahre 1996 arbeitete Sharon zwanzig Jahre in NGOs in Khayelitsha und Hout Bay.

Sie ist Mitbegründerin von Bright Start und hat seit der Gründung 2008 ehrenamtlich an der Entwicklung der Organisation mitgewirkt und sich aktiv als Vorstandsmitglied beteiligt. Kürzlich war Sharon an der Gründung einer britischen Wohltätigkeitsorganisation beteiligt, deren Fokus auf Bildungssponsoring in Südafrika liegt.